Ärgernisse

Es gibt mal wieder einige Dinge in und um Dernbach die vermehrt zu kleineren und größeren Verärgerungen der Mitmenschen führt.

Ein leidiges Thema ist immer wieder die Verunreinigungen von Straßen, Wegen und Plätzen durch Hundekot. Es ist immer sehr ärgerlich, wenn die Spazierwege und Plätze im Dorfbereich durch die Hinterlassenschaften der Hunde übersät sind mit sog. Tretminen. Es macht wirklich keinen Spaß, in diese Dinger hereinzutreten und zu Hause mühselig und meist unter Ekel von den Schuhen entfernt werden müssen. Auch können unsere Gemeindearbeiter ein Lied davon singen. Regelmäßig kommt es beim Rasenmähen zu Spritzattacken, die ruck zuck zu wundervollen Sommersprossen verhelfen. Nicht zu verharmlosen ist auch der Griff in ein weiches irgendwas; man wollte doch nur den Löwenzahn oder die Distel an der Wurzel packen und entfernen. Leicht wäre es, den lieben Vierbeiner hierfür verantwortlich zu machen. Der kann aber nichts dafür. Es liegt nun mal in der Natur des Hundes, sein Geschäft zu erledigen, wenn er es nicht mehr einhalten kann. Derjenige, der an der anderen Seite der Leine steht sollte aber so viel Verantwortungsbewusstsein haben und die Hinterlassenschaften, wenn es nun mal passiert ist, wieder zu entfernen und ordnungsgemäß in der Mülltonne zu entsorgen. Seit geraumer Zeit stehen im gesamten Dorfbereich ausreichend Hundetoiletten mit Beutel zur Verfügung, mit der Bitte, diese auch zu nutzen.

Das Erscheinungsbild eines schönen Dorfes hängt auch mit einem gepfegten und sauberen Straßenbild zusammen. Hierzu gehören auch das Fegen und Säubern der Wege, Straße, Bürgersteige und Rinnen. Der sonntägliche Spaziergang kann dann auch schon mal zu einer Schlammschlacht werden, wenn die Straßen und Wege rund um Dernbach kaum noch sauberen Fußes zu begehen sind. Auch ist es des öfteren schon zu Stürzen gekommen, weil man sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte, die Gott sei Dank aber bis auf die verdreckte Kleidung glimpflich verlaufen sind. Es wäre doch so einfach, wenn man nach getaner Arbeit die Spazierwege reinigt oder regelmäßig, z.B. am Samstag die Straßen, Rinnen und Wege wieder säubert. Das ist nicht schwierig, hilft aber ungemein dem Ansehen.

Die Anzahl der Autos nimmt zu. Das führt dazu, dass man auf dem eigenen Grundstück keinen Platz mehr hat, die vielen Autos unter zubekommen. Also stellt man diese einfach auf die Straße. So weit so gut. Das ist auch nicht weiter schlimm. Ein Ärgernis wird es aber dann, wenn man sein Auto genau dort abstellt, wo es eigentlich nichts zu suchen hat und verboten ist. Vor oder gegenüber von Hofausfahrten, im Kurvenbereich, vor Hausein-, -ausgängen, etc. Viele Straßen sind verkehrsberuhigt ausgebaut. Dies ist nicht ohne Grund so erfolgt, wollte man doch ein sicheres Miteinander des fahrenden und fußläufigen Verkehrs erreichen. Dies geschieht nur durch gegenseitige Rücksichtnahme. Dazu gehört auch, dass man die Verkehrsregeln die hier herrschen, befolgt, u.a. gilt hier die Schrittgeschwindigkeit und das Parken nur in den hierfür vorgesehenen markierten Flächen. Wer dort parkt, stört niemanden.

Immer wieder ist zu beobachten, dass auf den Straßen viel zu schnell gefahren wird. Das betrifft die Dorfstraßen, aber auch die Hauptverkehrsstraßen. Innerhalb des Ortes gilt mittlerweile auf allen Straßen eine Geschwindigkeitsbeschränkung. In den Verkehrsberuhigten Straßen gilt Schrittgeschwindigkeit und in allen anderen Dorfstraßen Tempo 30, mit Ausnahme der Straßen im Gewerbegebiet und den Kreis- und Landesstraßen. Hier gilt Tempo 50. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden nicht willkürlich erlassen, dienen sie doch der allgemeinen Verkehrssicherheit vor allem der Kinder, die sich z.B. auf dem Weg zur Schule befinden und älteren Mitmenschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und nicht mehr so schnell reagieren können. Sicherlich fällt es nicht immer leicht nur Schrittgeschwindigkeit oder Tempo 30 zu fahren. Aber was ist, wenn aus der vorgegebenen Sicherheit doch mal ein Kind plötzlich auf die Straße läuft? Aber nicht nur die Verkehrssicherheit ist hier angesprochen. Auch der Lärm spielt eine große Rolle. Je langsamer ein Auto fährt, je weniger Lärm verursacht es. Die Anwohner der Kreis- und Landstraßen können hier ein Lied von singen, wenn mit z.T. viel höherem Tempo als die vorgegebenen 50 km/h in oder aus dem Ort gerast wird.

Das sind nur einige Beispiele, die mir immer wieder zugetragen werden und auch zu Recht gefordert wird, hiergegen alle rechtlich möglichen Schritte anzuwenden. Dazu sollte es aber doch nur als allerletztes Mittel kommen. Wenn sich jeder an die Regeln hält, jeder etwas zu- und abgibt, ist ein vernünftiges und gemeinsames Miteinander doch sicherlich auch ohne rechtliche Schritte mit Verwarnungs- und Bußgeldern möglich, trifft es doch fast immer einen Dernbacher, den Nachbarn, den Freund oder Bekannten mit denen man bei den vielen geselligen Veranstaltungen in Dernbach doch auch gerne noch zusammen am Tisch sitzen oder an der Theke stehen möchte.

Andreas Quirmbach, Ortsbürgermeister

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